Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2010“
Mittwoch, 30. Juni 2010

Zum zehnten Mal in Folge sucht das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt erfolgreiche zivilgesellschaftliche Aktivitäten für eine lebendige und demokratische Gesellschaft. Mit den Preisgeldern in Höhe von 1000 € bis 5000 € soll die Arbeit all jener unterstützt werden, die oft mit geringen Mitteln viel bewirken und sich bunt und vielfältig für eine gelungenes Miteinander engagieren.

Alle relevanten Informationen zu der  Ausschreibung finden Sie zum Herunterladen auf der Homepage „www.buendnis-toleranz.de“.

 
Stolpersteinverlegung in Salzwedel
Mittwoch, 02. Juni 2010

Am 26. Juni 2010 werden in Salzwedel Stolpersteine verlegt. In die Stolpersteine aus Messing graviert der Künstler Gunter Demnig die Namen von NS-Opfern und lässt sie anschließend in den Gehweg ein. Mit ihnen wird daran erinnert, dass Mitbürger aus der Mitte der Gesellschaft heraus selektiert, dann deportiert und in sog. Konzentrationslagern umgebracht wurden, in erster Linie jüdische Mitbürger, aber auch Kommunisten und Gewerkschafter, Homosexuelle, Sinti und Roma.

Die Stolperstein-Verlegung beginnt um 12:00 Uhr vor dem Haus Altperverstraße 1, sodann in der Burgstraße 59 (früher Burgstraße 37), Burgstraße 25 (früher Burgstraße 3), Neuperverstraße 64 (früher Neuperverstraße 42) und schließlich Neuperverstraße 84. Im Anschluss an die Verlegung (ca. 14:00 Uhr) wird eine kleine Gedenkveranstaltung in der Mönchskirche stattfinden.

Stolpersteine

 

Über das Projekt STOLPERSTEINE können Sie sich durch den Link www.stolpersteine.com näher informieren.

 

Dem Sinn dieser Aktion entsprechend haben sich in den letzten drei Jahren etliche Bürger mit dem dunkelsten Kapitel ihrer Heimatgeschichte beschäftigt. Es gibt fundierte Hinweise, dass aus Salzwedel noch mehr als die besagten 13 jüdischen Mitbürger deportiert und umgebracht worden sind.

StolpersteineDas Projekt des Künstlers gibt aber vor, den letzten freiwilligen Aufenthalt in Salzwedel konkret zu benennen, was nicht immer leicht ist, zumal verfolgungsbedingt auch Ortswechsel erfolgten. In diesem Zusammenhang sei "den Informanten" gedankt, dem Historiker Dr. Ernst Block, dem Stadtarchivar Steffen Langusch, dem Museumsdirektor Ulrich Kalmbach und dem Landesverband jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt in Magdeburg.

Stellvertretend für alle mitwirkenden Jugendlichen sei die Schülerpraktikantin Svetlana Vorotnikowa genannt, die als erste die rund 30 Häuser in Salzwedel aufspürte, in denen nach der Machtergreifung der Nazis 1933 noch Juden lebten, sowie Nancy Bönsch, Yvonne Bönsch und Heike Krieshammer, die durch den Verkauf selbstbedruckter T-Shirts den finanziellen Grundstein für das Projekt legten. Politischer Initiator war der Stadtrat Martin Schulz, der durch das Versprechen der SPD-Fraktion unterstützt wurde, 3 Stolpersteine zu finanzieren.

Nachdem der Hansestadt das Arbeitsergebnis des Arbeitskreises für Demokratie und Weltoffenheit im August 2009 überbracht wurde, stimmte der Stadtrat in seiner Sitzung am 10. März 2010 dem Termin der Einlassung der Stolpersteine in den Gehweg einstimmig zu.

 
Titelverleihung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Dienstag, 01. Juni 2010

Am Mittwoch, dem 23.06.2010 findet im Friedrich – Ludwig – Jahn – Gymnasiums Salzwedel, die offizielle Titelverleihung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt .

 

Die Idee, sich um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu bemühen, geht auf eine Initiative des Schülerrates dieser Schule zurück.

 

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Willkommen

 

Am 1. Januar 2007 startete das neue Programm "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Bundesregierung hat sich vor dem Hintergrund der weiten Verbreitung des Rechtsextremismus zum Ziel gesetzt, gerade bei jungen Menschen die demokratische Kultur und das zivile Engagement zu stärken sowie Toleranz und Weltoffenheit zu fördern.

Das präventiv ausgerichtete Programm knüpft an die Erfahrungen aus dem Ende 2006 ausgelaufenen Aktionsprogramm der Bundesregierung "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" an. Für das Programm werden jährlich 19 Mio. Euro Bundesmittel zur Verfügung gestellt.

Angesprochen werden sollen insbesondere junge Menschen, rechtsextremistisch gefährdete Jugendliche, Migrantinnen und Migranten sowie Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer.

Im Förderschwerpunkt "Entwicklung integrierter lokaler Strategien" entwickeln Kommunen/ Landkreise/ Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften zusammen mit den zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort einen Lokalen Aktionsplan. Dieser beruht auf einer spezifischen Analyse der Problemlagen des Fördergebietes, verfolgt mit konkreten Maßnahmen und Entwicklungsschritten eine langfristig integrierte Strategie zur Demokratieentwicklung und fördert lokale Vernetzungen und Kommunikationsstrukturen.

Anträge zu Einzelprojekten können bei der zuständigen Lokalen Koordinierungsstellen eingereicht werden. Beachten Sie bitte bei der Entwicklung von Maßnahmen die Leitlinien des Programmbereichs „Entwicklung integrierter lokaler Strategien“ sowie die Anforderungen des Lokalen Aktionsplans.

Leitlinien Entwicklung integrierter lokaler Strategien 

Weitere Informationen zum Bundesprogramm „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ finden Sie im Internet auf
http://www.vielfalt-tut-gut.de